Vereinbarkeit von Familie und Beruf muss in den Fokus rücken!

Pressemitteilung vom 15.05.2012

München (do). Die FREIEN WÄHLER erinnern zum Internationalen Tag der Familie am 15. Mai daran, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zum zentralen familienpolitischen Thema werden muss. Claudia Jung, MdL und familienpolitische Sprecherin der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion: „Da freut es doch ganz besonders, dass unsere Familienministerin Kristina Schröder endlich auf die deutliche Kritik am Betreuungsgeld reagiert und - wie Medienberichten zu entnehmen war - nun mit einem Zehn-Punkte-Programm zum Krippenausbau den Widerstand in den eigenen Reihen brechen möchte. Schließlich sollen ja angeblich immerhin 23 Bundestagsabgeordnete der Union im Juni gegen das Betreuungsgeld abstimmen wollen." Es bleibe jedoch abzuwarten, wie ernst es der Bundesregierung mit der Initiative zur Forcierung des Krippenausbaus sei, so Jung weiter. Auch auf Unternehmensseite müsse noch einiges passieren. So habe die Robert Bosch-Stiftung in einer Studie bereits vor sechs Jahren festgestellt, dass Familie und Beruf weitgehend ohne finanzielle Mehrausgaben und nur mit einem marktorientierten Ansatz aktivierbar seien.

Jung: „Es scheint also schlicht und ergreifend an der Umsetzung zu scheitern, denn eine aktuelle Studie zeigt, dass die Vereinbarkeit von Beruf und Familie in Deutschland noch immer reines Wunschdenken ist. Laut den ersten Ergebnissen des ‚Betreut Reports‘ fühlen sich 72 Prozent der befragten Eltern in Deutschland wegen ihrer familiären Aufgaben beruflich benachteiligt – allerdings nur 63 Prozent der Väter, dafür jedoch 73 Prozent der Mütter. Hauptproblem sind weiterhin die starren Öffnungszeiten der Kindertagesstätten. 77 Prozent der Eltern seien nämlich der Meinung, dass sich flexiblere Kita-Öffnungszeiten positiv auf ihr Berufsleben auswirken würden. Deswegen wünsche ich mir, dass die Bundesregierung den Internationalen Tag der Familie am 15. Mai zum Anlass nimmt, sich nun endlich stärker um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu kümmern, anstatt weiterhin aufs Betreuungsgeld zu setzen."

FREIE WÄHLER fordern Sicherstellung der Finanzierung von Berufseinstiegsbegleitung

Jung: CSU gibt im Bund Gas und bremst in Bayern aus

Pressemitteilung vom 11.05.2012

München (nh). Die FREIEN WÄHLER fordern die Bayerische Staatsregierung auf, ihre Verzögerungstaktik aufzugeben und endlich die Berufseinstiegsbegleitung im Freistaat finanziell abzusichern. Claudia Jung, MdL und Mitglied des Ausschusses für Soziales, Familie und Arbeit im Bayerischen Landtag: „In Berlin Gas geben und dann in Bayern ausbremsen. Die CSU hat dem Bundesgesetz zur Berufseinstiegsbegleitung zugestimmt. Aber statt konkrete Vorschläge zur Co-Finanzierung zu liefern, kommen nur noch Ausflüchte.“

Mit Wirkung zum April 2012 wurde die Berufseinstiegsbegleitung durch das Gesetz „Zur Verbesserung der Eingliederungschancen am Arbeitsmarkt“ zwar flächendeckend eingeführt – jedoch nur zu 50 Prozent durch die Bundesagentur für Arbeit finanziert. Die andere Hälfte muss vom Freistaat übernommen werden, andernfalls kann die Berufseinstiegsbegleitung nicht fortgeführt werden. Jung abschließend: „Nicht nur, dass wir jetzt schon mit einem Fachkräftemangel konfrontiert sind, wir benötigen g ut ausgebildete junge Menschen in allen Bereichen. Manche Jugendlichen brauchen nach ihrem Schulabschluss eine zweite Chance, und das bietet ihnen eine Berufseinstiegsbegleitung. Deshalb muss die Bayerische Staatsregierung endlich ihre Zusagen einhalten und die Co-Finanzierung der Berufseinstiegsbegleitung sicherstellen.“

12. Mai: Tag der Pflege - dieses Thema geht uns alle an!

Die 1995 eingeführte gesetzliche Pflegeversicherung war ein wichtiger Schritt zur Absicherung des existenziellen Risikos der Pflegebedürftigkeit und der heutige 12. Mai, Internationaler Tag der Pflege, weist uns jährlich darauf hin, dass wir im Pflegebereich umdenken und schnellstens handeln müssen.

Eine zukunftsfähige schnelle und effiziente Neuordnung unseres Pflegesystems ist dringend notwendig – nicht zuletzt vor dem Hintergrund der durch die demografische Entwicklung kontinuierlich steigenden Anzahl pflegebedürftiger Menschen, die sich bis 2050 verdoppeln soll! Das heißt konkret, dass einerseits für junge Menschen die richtigen Anreize gesetzt werden müssen, damit ein Beruf im Pflegebereich für sie attraktiv wird und auf der anderen Seite längst überfällige Reformen in der Pflegeausbildung zur Qualitätssicherung eingeleitet werden.

Mein Dank gilt heute ganz besonders all jenen, die sich um ihre pflegebedürftigen Familienmitglieder kümmern und damit ihre eigenen Wünsche und Pläne zurückstellen und nicht selten auf eine Karriere verzichten, aber auch den vielen ehrenamtlich tätigen Mitbürgern.  Ohne dieses Engagement würde unser Pflegesystem längst zusammenbrechen! Wirtschaft und Politik müssen an einem Strang ziehen, um die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf zu verbessern; die häusliche Pflege sollte viel mehr wertgeschätzt werden. Wer wünscht sich nicht im Alter, in vertrauter Umgebung zu leben obwohl man auf Pflegeleistungen angewiesen ist?

Liebe Leser, das Thema Pflege geht uns alle an, denn fast jeder hat Familienmitglieder, die bereits heute oder irgendwann mal Pflege benötigen. Wir müssen es schaffen, alle Kräfte und Strukturen zu bündeln, um die Zukunft der Pflege leistungsstark und zuverlässig zu gestalten. Dies ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung und eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. 

Abonnieren Sie hier themenbezogene Pressemitteilungen, sowie die Fraktionszeitung und den Newsletter der Freien Wähler Landtagsfraktion online.

Warum Freie Wähler?

Freie Wähler engagieren sich ehrenamtlich zum Wohle unserer Städte und Gemeinden und ihrer Bürger.

Freie Wähler orientieren sich nicht an einer Parteiideologie, sondern folgen ihrem Gewissen und suchen nach den besten Sachlösungen.

Freie Wähler Bürger machen Politik für Bürger.